Die islamisches Zentrum Wien
Als Bosnien und Herzegowina im Jahre 1878, nach dem Berliner Kongress, zur österreichisch-ungarischen Monarchie kamen, mussten auch die Bedürfnisse der dort ansässigen muslimischen Bevölkerung berücksichtigt werden. In Wien wurde in der Alserstraße eine Militärmoschee errichtet, geleitet von einem Mufti (hoher geistlicher Würdenträger des Islam). Der Bürgermeister von Wien, Dr. Karl Lueger, stellte ein Grundstück von der Gemeinde Wien zur Verfügung und Kaiser Franz Joseph I. spendete 25.000 Goldgulden für den Bau einer Moschee. Doch mit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde dieses Projekt zunichte gemacht. In Wien gab es früher sowohl in der Türkischen Botschaft, als auch in einem Privathaus eines Muslims in Pötzleinsdorf Gebetsräume. Das ständige Ansteigen der Zahl der Muslime in Österreich erforderte mit der Zeit dass weitere Gebetsräume für die muslimische Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden. Dies geschah unter anderem im Afroasiatischen Institut und im Haus des Muslimischen Sozialdienstes. Im Jahre 1968 wurde der Verwaltungsrat durch acht Vertreter islamischer Staaten in Wien unter dem Vorsitz des Botschafter Ägyptens S. E. Hassan Mohammad Al-Tohamy gegründet, um das neue Wiener Islamische Zentrum zu verwalten.
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